Übergabe Autoschlüssel

Autoverkauf – Wie man es am besten macht

Ich will mein Auto loswerden, wo bekommen ich am meisten dafür? Soll ich mein Auto privat verkaufen, übers Internet oder beim Gebrauchtwagenhändler? Und auf was muss ich generell achten beim Autoverkauf? Diese Fragen stellen sich irgendwann jedem Autofahrer, der sein Fahrzeug nicht verschrotten, sondern verkaufen möchte: Hier erhalten Sie einige Tipps, wie Sie Ihren Wagen schnell, unproblematisch und für gutes Geld verkaufen.

Auto verkaufen: Privat übers Zeitungs-Inserat

Nach wie vor gilt: Den höchsten Kaufpreis erzielen Sie beim Privatverkauf. Doch wie kriegt man das Auto am besten privat verkauft? Gute Chancen haben Sie auch heutzutage noch über ein Inserat bei einer regionalen (ggf. auch überregionalen) Zeitung. In vielen Blättern gibt es samstags sogar einen Extrateil für den An- und Verkauf von PKWs. Hier finden Sie speziell eine ältere Zielgruppe: Menschen, die nach wie vor zur Zeitung greifen und/oder dem Onlinekauf nicht viel abgewinnen können. Der Vorteil für den Verkäufer, also Sie: Diese Käufer sind oft gut situiert und legen in erster Linie Wert darauf, dass ihr Wagen gepflegt ist. Dementsprechend lässt sich auch für Ihr Fahrzeug ein guter Verkaufspreis erzielen.

Auto verkaufen: Privat übers Online-Inserat

Bei Inseraten über bekannte Internetbörsen wie zum Beispiel AutoScout24, mobile.de, Kfz.info etc. erreichen Sie im Vergleich zur Zeitung mehr potenzielle Interessenten. Außerdem können Sie eine Anzeige bei einer Gebrauchtwagen-Börse im Internet oft kostenlos (oder gegen ein vergleichsweise geringes Entgelt) schalten. Die Kaufpreise sind allerdings aufgrund des größeren Angebots in der Regel niedriger. Das größte Online Auktionshaus, Ebay, ist ebenfalls eine gute Adresse für den Privatverkauf Ihres Gebrauchten, doch sollten Sie darauf achten, dass Ihre Bieter seriös sind und Sie nicht etwa einem Spaßbieter zum Opfer fallen.

Frau hält viele Euroscheine in den Händen

Resultat eines erfolgreichen Autoverkaufs © istock/alfexe

Übrigens: Wenn Sie Ihren Wagen verkaufen möchten, kann es natürlich nie schaden, das klassische Schild „Zu verkaufen“ direkt in Ihrem Fahrzeug anzubringen. Und auch im privaten Umfeld die Werbetrommel zu rühren bei Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen sowie in sozialen Medien, ist beim Autoverkauf immer wieder hilfreich. Das kostet Sie keinen Cent und kann durchaus einen Zufallstreffer bringen.

Wenn es schnell gehen soll: Verkauf an Händler

Wenn Sie Ihren PKW bei einem Händler in Zahlung geben, sind Sie den Wagen in den meisten Fällen im Handumdrehen los, unabhängig davon, ob es sich um einen stationären Händler am Ort handelt oder aus dem Web. Dabei ist natürlich kaum der beste Preis zu erzielen; schließlich weiß der Käufer, dass Sie wenig Lust haben, sich mit dem Verkauf Ihres Wagens näher zu befassen. Diese Möglichkeit ist also dann die richtige, wenn Sie nicht primär am Verkaufspreis interessiert sind, sondern in erster Linie daran, so wenig Zeit und Anstrengung wie möglich in den Autoverkauf investieren zu müssen.

Was tun bei Schäden oder Mängeln?

Grundsätzlich müssen Sie den potentiellen Käufer als privater Verkäufer nicht auf kleine oder verdeckte Schäden hinweisen. Auch auf Schäden, die offensichtlich sind und damit leicht zu erkennen sind, wie ein großer Kratzer im Lack, müssen Sie nicht von sich aus hinweisen. Sollte dem Interessenten, zum Beispiel bei der Probefahrt, Mängel auffallen, und er fragt Sie danach, müssen Sie allerdings wahrheitsgemäß antworten. Sollte das Fahrzeug derartige Mängel aufweisen, dass es nicht verkehrstüchtig ist und keine Kfz-Zulassung bekommen, müssen Sie nach dem Deutschen Gesetz unbedingt darauf hinweisen. Was zur Gewährleistung zu beachten ist, wenn Sie Ihr Auto privat verkaufen, lesen Sie hier.

Wichtig für Sie als Verkäufer

Zunächst ein Wort zur Probefahrt, denn schließlich wechselt kaum ein Fahrzeug ohne diesen Test den Besitzer: Es klingt banal, aber immer wieder nutzen dreiste Gangster eine Probefahrt, um mit dem Wagen auf nimmer Wiedersehen zu verschwinden. Also Probefahrt ja, aber immer mit Ihnen als Beifahrer!

Autoverkauf Schlüsselübergabe

Sein Auto privat zu verkaufen kann zeitaufwändig sein © istock/ljubaphoto

Schließlich will der Interessent das Auto kaufen, was nun? Wenn Sie sich mit dem Käufer auf einen Preis geeinigt haben, heißt es nicht „Danke fürs Geld, hier ist der Schlüssel“. Ohne Papiere geht nichts:

 

  • Um Ihren Autokauf rechtlich abzusichern, sollten Sie immer auf einen Kaufvertrag bestehen. Geeignete Musterformulare dazu finden Sie im Internet, zum Beispiel vom TÜV Nord.
  • Legitimation mit Personalausweis: In Deutschland gilt, wer alleine mit dem Auto fahren möchte, muss 18 Jahre oder älter sein. Jugendliche unter 18 Jahren sind außerdem noch nicht voll geschäftsfähig und benötigen deshalb die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten, damit ein Kaufvertrag wirksam wird.

Abmeldung, Steuer, Versicherung

Ein Auto, das den Besitzer wechselt, muss abgemeldet werden. Für Fahrzeuge, die bis einschließlich 2014 zugelassen wurden, ist der Besuch der Zulassungsstelle unabdingbar, sofern der Verkäufer nicht mit dem neuen Besitzer vereinbart hat, dass dieser den Wagen innerhalb von drei Tagen abmeldet: Ansonsten muss das Auto korrekt abgemeldet werden und die Kfz-Kennzeichen entwertet. Dazu benötigen Sie beide Zulassungsbescheinigungen (ehemals Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief).

Unabhängig davon, ob Sie persönlich Ihr Ex-Auto abmelden oder der Käufer: Melden müssen Sie der Zulassungsstelle den Verkauf Ihres Autos mit Vorlage des Kaufvertrags. Denn: Die Behörde gibt die Daten an Finanzamt und Versicherung weiter, so dass Ihnen Steuern und Versicherungsbeiträge erspart bleiben. Bereits entrichtete Steuern erhalten Sie zurück.

Wenn Ihr Wagen nach 2014 zugelassen wurde, können Sie ihn auch online abmelden. Diesen Vorgang bieten die örtlichen Zulassungsbehörden jeweils auf ihren Websites an.

3 Antworten
  1. Gabriela says:

    Ich möchte auch nochmal, aufgrund von eignen Erfahrungen in den letzten Wochen, einen ins Rennen werfen. Wir sind ein Betrieb mit sehr vielen Fahrzeugen und verkaufen fast das komplette Jahr über Autos. Die neuen Beziehen wir aber von Autohäusern. Der beste Tipp bleibt allerdings immer noch: Einfach überall einmal anfragen und dann das beste Angebot annehmen, denn da gibt es auch noch gewaltige Unterschiede bei den einzelnen Anbietern. AUFPASSEN, manche sind nicht wirklich unverbindlich. [Link von der Redaktion entfernt] Zumindest würde ich mich über weitere gute Geheimtipps freuen, bei denen wir auch unsere Autos anbieten können. Meine eMail ist ja angegeben hier.

    • Auto-Kai says:

      Hallo Gabriela!
      Das ist richtig, viele Anbieter heben nicht deutlich genug hervor, dass eine Anfrage bei ihnen verbindlich ist. Daher empfehlen wir weiterhin seriöse und bekannte Anbieter sowie Internetauktionshäuser, wie wir sie auch schon im Beitrag erwähnt haben.

      Mfg

  2. Brandenburger says:

    Die besten Preise gibt es natürlich wenn man ein Auto privat verkauft. Hier ist allerdings zu beachten, dass man die Sachmangelhaftung beim Autoverkauf ausschließt. Beim Verkauf an einen Händler wird diese automatisch ausgeschlossen.

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