Motorrad Fahrsicherheitstraining nach der Winterpause und während der Saision (© istockphoto.com_gustavofrazao)

Motorrad-Fahrsicherheitstraining: Nicht nur nach der Winterpause sinnvoll

Hierzulande lassen die meisten Motorradfahrer im Winter ihre Maschine lieber im Trockenen stehen und eröffnen die Saison erst im warmen Frühling. Nach dieser langen Pause ist es sinnvoll, mit einem Motorrad Fahrsicherheitstraining in die neue Saison zu starten. Dabei wird Anfängern wie Wiederaufsteigern individuell vermittelt, wie sie ihr Motorrad sicher durch den Straßenverkehr bewegen und auch in kritischen oder gar lebensgefährlichen Verkehrssituationen den Überblick behalten. 

Motorrad-Fahrsicherheitstraining – ein Überblick

Motorrad Fahrsicherheitstraining nach der Winterpause und während der Saision (© istockphoto.com_gustavofrazao)

Motorrad-Fahrsicherheitstraining (© istock/gustavofrazao)

Zu den größten Anbietern von Motorrad-Fahrsicherheitstrainings gehören in Deutschland der ADAC (Kursangebot), die Deutsche Verkehrswacht (Kursangebot) und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (Kursangebot). Das Kursangebot ist vielfältig und oft auch schnell ausgebucht. Am besten ist es, sich telefonisch oder im Netz rechtzeitig um geeignete Fahrsicherheitstrainings zu kümmern. Für die Durchführung des Trainings gibt es diverse Standorte. Denn oft setzen die Verbände bei der praktischen Umsetzung der Kurse auf lokale Kooperationspartner wie etwa TÜV und Dekra.

Doch was kostet das Sicherheitstraining mit dem Motorrad? Wenngleich die Preise zwischen den drei genannten und anderen Anbietern teils stark variieren, also grobe Orientierungshilfe lässt sich Folgendes sagen:

  • Eintägige Fahrsicherheitstrainings kosten durchschnittlich etwa 100 Euro pro Person
  • Mehrtägige Kurse haben je nach Schwerpunkt eine Preisspanne von 200 bis 500 Euro pro Person

Mehrtägige Kurse lohnen sich vor allem für erfahrenere Krad-Lenker, beispielsweise für ein Rennstreckentraining. Es gibt aber auch mehrtägige Sicherheitstraining, die das Motorrad-Handling nicht nur auf dem Parcours üben, sondern auch im Rahmen einer Ausfahrt im realen Straßenverkehr. Dabei wird das Fahrertraining typischerweise in Gruppen organisiert, die wiederum je nach Erfahrung und individuellen Ansprüchen an das Trainingsangebot eingeteilt werden. Während Anfänger etwa beim Motorrad-Fahrsicherheitstraining die Tricks zum richtigen Fahren in Kurven und Vermeidung von Gefahrensituationen beigebracht bekommen wollen, sind fortgeschrittene Fahrer eher daran interessiert, unter Anleitung die Fähigkeiten der eigenen Maschine auszureizen.

Wo finden Motorrad-Fahrsicherheitstrainings statt?

Für das typische Sicherheitstraining, wie es beispielsweise der ADAC empfiehlt, genügt als Trainingsgelände ein Verkehrsübungsplatz, der sich eigentlich in jeder deutschen Stadt findet, oder ein Fahrsicherheitszentrum. Sollen hingegen Rennstrecken erprobt und an dem eigenen Können hin zur Perfektion gearbeitet werden, braucht es die dazu passende Umgebung. Dann sind Orte wie der Sachsenring, der Nürburgring oder der Hockenheimring die erste Wahl. Wichtig ist in jedem Fall, dass das Fahrertraining abseits des normalen Verkehrs in ungestörter Umgebung konzentriert angegangen werden kann.

Der ADAC bietet übrigens auch in Zusammenarbeit mit BMW spezielle Kurse an, bei denen der Hersteller die Motorräder stellt. Interessant kann zudem die Option sein, einen Kurs speziell für Frauen zu buchen, falls Sie zu den Motorradfahrerinnen gehören und sich nicht über gut gemeinte Ratschläge der Männer ärgern wollen. Bei den großen Anbietern ist das Lehrpersonal stets geschult, was eine seriöse Betreuung garantiert.

Jeder verantwortliche Fahrer profitiert vom Motorrad-Fahrsicherheitstraining

Bei aller Faszination, die das Motorradfahren so attraktiv macht, wie der direkte Kontakt zu Piste und Wetter – Motorradfahren bleibt zugleich eine gefährliche Angelegenheit. Schon kleine Fahrfehler können zu Unfällen oder schweren Stürzen führen. Als Motorradfahrer sind Sie wenig geschützt und können in solchen Fällen schwer verletzt werden. Um sein Können realistisch einzuschätzen, einmal Erlerntes wieder aufzufrischen und in Gefahrensituationen souverän zu reagieren, macht Motorrad Fahrsicherheitstraining für jeden Sinn. Ein guter Zeitpunkt dafür ist nach der Winterpause oder wenn nach Jahren ohne Motorrad die Fahrpraxis wiederaufgenommen wird.

Alte Hasen und Wiedereinsteiger werden aus dem breiten Angebot eher Rennstreckentraining oder Kurse zum Fahren im Gelände buchen. Bei dieser Zielgruppe soll vorhandenes Wissen vertieft werden, Weiterbildung und Aufbautraining sind dann das richtige. Lassen Sie sich doch etwa beim ADAC beraten, welches Fahrertraining für attraktiv sein könnte.

Anfänger und Wiederaufsteiger dagegen benötigen Basiswissen wie das zur empfohlenen Schutzkleidung und zum richtigen Kurvenfahren. Bei Übungen wie dem Schräglagentraining lernen Sie, eigene Ängste zu überwinden. Zum Abschluss eines Motorrad Fahrsicherheitstrainings soll dann nicht nur eine Urkunde stehen, sondern Sie sollten auch Übung darin bekommen haben, die eigenen Grenzen zu erkennen. Wer die Fahrpyhsik versteht, entwickelt sehr viel einfacher ein sicheres Feeling.

Nicht zuletzt geht es bei allen Kursen darum, vernünftige Fahrweise systematisch zu verinnerlichen. Ziel von Motorrad Fahrsicherheitstraining ist es immer, sich und andere Verkehrsteilnehmer nicht unnötig in Gefahr zu bringen.

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