Drehmomentwandler Automatik Schaltknüppel

Der Drehmomentwandler: Die Kupplung des Automatikgetriebes

Sind Sie auch ein Fan von Autos mit Automatik? Lieben Sie den Komfort während der Fahrt, den automatischen Gangwechsel ohne die Kupplung treten zu müssen? Ein wichtiger Akteur beim Funktionieren des Automatikgetriebes ist der sogenannte Drehmomentwandler, der die Aufgaben der herkömmlichen Kupplung übernimmt. Das Zusammenspiel von Motor mit mechanischer Bewegungsenergie und Drehmomentwandler mit durch Spezial-Öl erzeugter Strömungsenergie ermöglicht dem Getriebe automatisches Fahren. Durch das Öl erfolgt die Kraftübertragung also hydraulisch. Wie funktioniert ein Automatikgetriebe, wie ein Drehmomentwandler genau? Was bedeuten im Zusammenhang mit einem Drehmomentwandler Begriffe wie Eingangswelle, Leitrad, Pumpenrad, Turbinenrad, Überbrückungskupplung oder Freilauf? Was sind wichtige Details eines Automatikgetriebes? Im nachfolgenden Text erhalten Sie dazu weitere Informationen!

Automatikgetriebe: Was ist das und wie funktioniert es?

Das Zentrum des Drehmomentwandlers besteht aus Planetensatz – dem Zusammenspiel mehrerer Zahnräder zum Wechsel der Übersetzungen (c) iStock.com / goce

Drehmomentwandler Automatikgetriebe Zahnräder

Ein Automatikgetriebe sorgt dafür, dass Ihr Fahrzeug sanft anfährt und je nach ihrer Fahrgeschwindigkeit den passenden Gang wählt. Sie beeinflussen das Geschehen nur mit Betätigung ihres Gaspedals oder des Bremspedals. Im modernen Automatikgetriebe besteht das Zentrum aus dem sogenannten Planetensatz, dem Zusammenspiel mehrerer Zahnräder zum Wechsel der Übersetzungen. Freilauf ist das Teil, das die Richtungsänderungen der Räder des Planetensatzes zu steuern hilft.

Eigentliches Getriebesteuergerät ist ein kleiner Computer, der Infos und Signale zum Lastzustand des Motors übermittelt. Das Schaltschiebergehäuse verarbeitet solche Infos und reagiert entsprechend. Hier kommt dann der Drehmomentwandler zum Einsatz.

Drehmomentwandler – Aufgaben und Funktionen im Automatikgetriebe

Ein moderner Drehmomentwandler arbeitet praktisch als Wandler zur Anfahrhilfe und als Kupplung, um Motor und Getriebe zu trennen bzw. zu verbinden. Der Auto Motor treibt das Pumpenrad im Drehmomentwandler an. Das Drehmomentwandlergehäuse und das Pumpenrad sind fest mit dem Motor verbunden. An der Eingangswelle des Getriebes ist das Turbinenrad befestigt. Das von der Kurbelwelle des Motors angetriebene Pumpenrad beschleunigt das Öl im Drehmomentwandler. Zwischen Pumpenrad und Turbinenrad befindet sich das kleinere Leitrad. Es schaltet diverse Betriebsbereiche im Drehmomentwandler und sorgt für die Umwandlung der Drehmomente. Der Freilauf sorgt dafür, dass eine Rückwärtsbewegung am Leitrad blockiert wird. Außerdem verhindert der Freilauf ein Durchrutschen des Wählhebels am Automatikgetriebe beim Gangwechsel. Wenn die Motordrehzahl höher ist als die der Eingangswelle am Getriebe, dann arbeitet der Drehmomentwandler im Wandel-Bereich. Auf dem Weg zwischen Pumpenrad, Turbinenrad, Leitrad und wieder Turbinenrad gibt es zwei Ölstromumlenkungen. Einmal nach innen und gegen die Drehrichtung im Turbinenrad. Dann nach außen mit der Drehrichtung im Leitrad. Beim modernen Trilok Wandler lagert das Leitrad auf einem Freilauf.

Überbrückungskupplung als Ausgleich von Leistungs- und Wirkungsgradverlust

Mit dem Einbau einer Überbrückungskupplung lassen sich Verluste von Leistung und Wirkungsgrad ausgleichen. Diese entstehen durch unvollständige Übertragung des Drehmoments im Kupplungsbereich. Die Überbrückungskupplung mit ihrem Reib-Belag drückt es durch Umkehren des Ölstroms gegen das Gehäuse. Dadurch verbinden sich Pumpenrad und Turbinenrad. Die Überbrückungskupplung verhält sich oben dann wie eine Einscheiben-Ölbadkupplung. Zum Anpressen ist der ganze Öldruck nötig. Zwischen Antriebs-und Abtriebs-Seite entsteht so eine direkte Verbindung – der Wirkungsgrad ist nahezu vollkommen. Neueste Ausführungen der Überbrückungskupplung arbeiten in allen Gängen.

Automatikgetriebe vs. Schaltwagen

Wenn Sie mit hohem Komfort fahren und sich voll auf den Verkehr konzentrieren möchten, hat ein Automatikgetriebe mit Drehmomentwandler sicher seine Vorteile. Es gibt keinen Zugkraftverlust und die Schaltdauer ist relativ gering. Allerdings sind etwas höhere Kosten einzukalkulieren. Wer sanftes Fahren liebt, liegt mit Automatikgetriebe und Drehmomentwandler richtig. Wenn Sie sportliches Fahren vorziehen, könnte die altbewährte Schaltmethode mit Kupplung treten eher das Richtige sein. Wägen Sie ab und wählen Sie, was Ihnen Spaß macht!

Automatikgetriebe für sanfteres Fahren (c) iStock.com / mitrs3

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