Frau auf E-Roller Scooter

E-Roller Scooter: Kompakte Alternative zum Fahrrad

E-Roller Scooter sind im Trend. Die kleinen Elektroroller stellen eine kompakte Alternative zu Fahrrad und E-Bike dar und sind vielseitig einzusetzen. Lesen Sie hier, was die Vor- und Nachteile der Scooter sind und machen Sie sich ein Bild, ob es für Sie Sinn macht, einen E-Roller zu kaufen.

E-Roller Scooter – was ist das überhaupt?

Scooter sind kleine Elektroroller, die sich an jeder herkömmlichen Steckdose aufladen lassen. Je nach Kapazität des Akkus können dafür einige Stunden ins Land ziehen.  Scooter sind meist klappbar und damit problemlos überall dort einzusetzen, wo es darum geht, Distanzen zurück zu legen, die zu Fuß zu weit sind (was natürlich je nach Motivation interpretierbar ist), andererseits aber der Einsatz eines Fahrrads umständlich bis unmöglich ist, oder aber keine geeigneten Parkmöglichkeiten für das Rad gegeben sind. Insbesondere bieten sich E-Roller Scooter zum Beispiel an

  • E-Roller Scooter lehnt an Parkuhr

    E-Roller Scooter: klein, kernig, kompakt © istock/EddieHernandezPhotography

    für Berufstätige, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arbeitsplatz gelangen, aber zur Bahn oder zum Bus eine längere Strecke zu überwinden haben. Den faltbaren Scooter können sie in Rucksack oder Tasche in den öffentlichen Verkehrsmitteln mit sich führen und auch mit an den Arbeitsplatz nehmen. Damit besteht auch nicht die Gefahr des Diebstahls.

  • für Camper, die keinen Platz für ein Fahrrad o.ä. haben. Gerade beim Campen gibt es ja oft längere Strecken zurückzulegen, sei es, um die sanitären Anlagen zu erreichen oder Kleinigkeiten einzukaufen. Um nicht jeden Weg per pedes zurückzulegen, kann ein Scooter dort zum wertvollen Begleiter werden.
  • für Menschen, die auf der Arbeit lange Wege zurückzulegen haben, etwa in größeren Industrieanlagen, wo es immer wieder darum geht, die eine oder andere Fertigungshalle zu erreichen. Neben den körperlichen Anstrengungen spielt hier der Faktor Zeit natürlich eine entscheidende Rolle.

Überall, wo ein Fahrrad schlecht abzustellen und zu sichern ist, macht ein Scooter Sinn, denn er ist leicht zu transportieren und nimmt verschwindend wenig Platz ein.

Wichtig bei der Wahl des Scooters

Wer einen E-Roller Scooter kaufen möchte, hat die Qual der Wahl. Die günstigsten Roller gibt es schon für ca. 200 Euro, sie sind dementsprechend spartanisch ausgestattet. Absolute Top E-Roller kosten einige Tausend Euro. Wie viel Geld Sie in Ihren Roller investieren möchten, sollten Sie davon abhängig machen, welche Anforderungen Sie an den Scooter haben:

  • Reichweite: Ob Sie nur ein paar Hundert Meter zurücklegen oder 30 Kilometer unterwegs sind – die Reichweite ist das A und O Ihres Rollers (Sie können natürlich auch auf den Einsatz des Motors verzichten und ihn mit der Kraft Ihrer Beine antreiben)-
  • Gewicht: Wenn Sie den E-Roller Scooter ständig über viele Stockwerke rauf und runter tragen müssen, sollten Sie auf leichtes Carbon setzen.
  • Trittbrett: Hier sollten Sie nicht am falschen Ende sparen! Das Trittbrett muss rutschfest sein, und Sie sollten mit beiden Füßen bequem darauf stehen können.
  • Stabilität: Wenn Sie ein paar Kilo mehr auf die Waage bringen, sollten Sie sich für einen sehr robusten Elektroroller entscheiden.
  • Sicherheit: Es besteht zwar bei Geschwindigkeiten bis 20 km/h keine Helmpflicht, dennoch sollten Sie, gerade wenn Sie im belebteren Verkehr unterwegs sind, auf Zubehör wie Helm, Arm- und Beinschoner sowie Handschuhe nicht verzichten.

Wichtig! Das Thema Straßenzulassung und Führerschein:

  • Beachten Sie beim Kauf Ihres Scooters unbedingt, dass für Fahrzeuge, die schneller als 6 km/h fahren, eine Straßenzulassung notwendig ist. Ansonsten ist der Betrieb nur auf Privatgrundstücken gestattet.
  • Für einen E-Roller Scooter, der eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h auf die Straße bringt, reicht der Mofa-Führerschein. Für schnellere Roller wird der Führerschein der Klasse AM benötigt.
Frau auf E-Roller Scooter

Diese Frau probiert’s aus: Eine Fahrt mit dem E-Roller Scooter © istock/4FR

„Scootergeddon“

Alles, was gut gedacht ist, kann im Übermaß auch schlecht gemacht werden. In den USA haben sich E-Roller Scooter in einigen Städten innerhalb kürzester Zeit zu einer echten Plage entwickelt Schuld daran sind drei Startups, die mit Elektrorollern die Innenstädte fluten, um dem Verkehrsinfarkt beizukommen. Der Kunde kann die Scooter für kleines Geld anmieten und am Ziel zurücklassen. Über Nacht werden die Roller dann von Angestellten wieder aufgeladen. Eine schöne Idee, aber man hat anscheinend übertrieben, denn es sind zu viele Scooter unterwegs. Die Fahrer verhalten sich rücksichtslos, halten sich nicht an Verkehrsregeln, parken alles zu – so dass in den USA schon der Begriff „Scootergeddon“ kursiert.

Wann Roller, wann Bike?

Wer vor der Wahl steht, einen E-Roller oder ein Fahrrad zu kaufen, muss abwägen: Der Scooter ist das etwas dynamischere Fahrzeug, das Fahrrad bietet mehr Komfort. Die Flexibilität dagegen spricht klar für den Roller.

Wer es etwas hügeliger hat, kommt wiederum mit dem Fahrrad besser voran, bei Anstiegen und querfeldein ist der E-Scooter kaum zu gebrauchen – hier handelt es sich eher um ein reines Fortbewegungsmittel für die Stadt.